Mallorca: Woher der Chlorgeruch im Duschwasser kommt
Von ShowerGlow Redaktion · Veröffentlicht 24. August 2026
Kurz gesagt
Mallorca deckt seinen Wasserbedarf aus verschiedenen Quellen – darunter Meerwasser-Entsalzung, Grundwasser und natürliche Wasserressourcen. Damit das aufbereitete Wasser hygienisch sicher durch das Leitungsnetz gelangt, wird es desinfiziert. Dabei bleibt leider auch Chlor im Leitungswasser zurück und damit im Wasser, das in Airbnb, Hotels und Ferienwohnungen aus der Dusche kommt.
Mallorca verfügt über drei große Meerwasser-Entsalzungsanlagen in Palma, Alcúdia und Andratx. Hinzu kommen unter anderem Grundwasser aus Aquiferen sowie Wasser aus Sa Font de Sa Costera. Vor allem in den Sommermonaten steigt die Produktion der Entsalzungsanlagen deutlich, wenn durch Tourismus und Trockenheit besonders viel Wasser benötigt wird. Die genaue Zusammensetzung des Leitungswassers kann deshalb je nach Region und Versorgungssituation variieren.
Nach der Aufbereitung muss das Wasser auf seinem Weg bis zum Verbraucher mikrobiologisch sicher bleiben. Der kommunale Wasserversorger EMAYA in Palma beschreibt deshalb ausdrücklich eine kontinuierliche Desinfektion und die Aufrechterhaltung eines ausreichenden und stabilen Gehalts an freiem Restchlor im Verteilungsnetz. Dieses Wasser kommt nicht nur aus dem Wasserhahn, sondern selbstverständlich auch aus der Dusche. Je nach Wasserversorgung, Gebäude und Leitungsnetz kann der typische Chlorgeruch dabei unterschiedlich deutlich wahrnehmbar sein.
Was bedeutet das für die Haut? Unsere Hautbarriere hat eine wichtige Aufgabe: Sie hilft dabei, Feuchtigkeit in der Haut zu halten und schützt gleichzeitig vor äußeren chemischen und mikrobiellen Einflüssen. Ist diese Barriere belastet, kann mehr Feuchtigkeit über die Haut verloren gehen und sie kann empfindlicher auf Reize reagieren.
Auch Chlor kann dabei eine Rolle spielen. Das American College of Allergy, Asthma & Immunology (ACAAI) beschreibt Chlor als Hautreizstoff und weist darauf hin, dass Chlor die Haut austrocknen und bestehende Dermatitis irritieren kann. Besonders nach Sonne, Salzwasser oder Pool und häufigem Duschen kann sich ohnehin beanspruchte Haut deshalb schneller trocken oder gespannt anfühlen.
Zusätzlich zeigt Forschung des King's College London und der University of Sheffield, dass auch hartes Wasser in Verbindung mit Waschsubstanzen die Hautbarriere belasten kann. In der Untersuchung blieben mehr Tensidrückstände auf der Haut zurück; gleichzeitig stiegen der transepidermale Wasserverlust und die Hautreizung. Das zeigt, warum nicht nur Pflegeprodukte, sondern auch die Beschaffenheit des Wassers beim täglichen Duschen eine Rolle für das Hautgefühl spielen kann.
Was du auf Mallorca beim Duschen tun kannst: Wer den Kontakt mit Chlor beim Duschen reduzieren möchte, kann bspw. einen Vitamin C Duschfilter mit ins Reisegepäck nehmen. Er wird direkt an den Duschkopf angeschraubt und filtert das Wasser unmittelbar bevor es auf Haut und Haare trifft unabhängig davon, aus welcher Quelle das Wasser vor Ort ursprünglich stammt.
Gerade im Urlaub, wenn Sonne, Meer, Pool und häufigeres Duschen zusammenkommen, kann das eine einfache Möglichkeit sein, die eigene Duschroutine hautfreundlicher zu gestalten.
Quellenbasis
- · Agència Balear de l'Aigua i la Qualitat Ambiental (ABAQUA): Wasserversorgung und Entsalzungsanlagen auf Mallorca
- · EMAYA, Ajuntament de Palma: Desinfektion und freies Restchlor im Trinkwassernetz von Palma
- · DermNet NZ: Skin Barrier Function / Barrier Function in Atopic Dermatitis
- · American College of Allergy, Asthma & Immunology (ACAAI): Chlorine „Allergy“ / Hautreizung und Trockenheit durch Chlor
- · Danby et al., Journal of Investigative Dermatology (2018): The Effect of Water Hardness on Surfactant Deposition after Washing and Subsequent Skin Irritation; University of Sheffield & King's College London
*Hinweis: Diese Inhalte dienen der allgemeinen Information und ersetzen keine individuelle medizinische Beratung.*
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